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Der Alltag der Autobahnpolizei Österreichs

Ladungssicherung beschäftigt nicht nur den Produzenten, sondern natürlich auch die Instanzen, die über die Qualität der Sicherung im jeweiligen Fall entscheiden müssen. Unter den Top-Experten des 5. Internationalen EUMOS Symposiums im September 2017 waren deshalb auch verschiedene Sprecher der jeweiligen Polizei-Stellen vertreten. Darunter auch Herr Hubert Petz, der als Polizeibeamter der Autobahnpolizei-Inspektion Hartberg unter dem Titel „Umsetzung der technischen Unterwegskontrolle in Österreich“ sprach.

Was kontrolliert die Polizei eigentlich?

Besonders der Schwerverkehr muss kontrolliert werden, dafür ist seit 4 Jahren ein Verkehrskontrollplatz geschaffen worden, Richtlinien werden ausgearbeitet und knapp 1100 Polizisten sollen extra geschult werden. Technische Unterwegskontrollen müssen nicht nur den Formschluss der Ladung im Auge behalten, sondern auch Verwendung und Anwendung der verwendeten Zurmittel kontrollieren. Dabei erzählt Herr petz von den unglaublichsten Situationen, die er in seinem Berufsalltag miterlebt hat und dokumentiert dies mit fotografischen Aufnahmen.

Strafen wo es sein muss, Milde walten lassen wo es vertretbar ist!

Seit 1978 werden bereits Unterwegskontrollen durch geführt, seit 2003 gibt es konkretere Bestimmungen zur Ladungssicherung, trotzdem spricht die Statistik Bände: 2015 waren es noch 13 %, 2016 nur noch 11,5 % der kontrollierten Fahrzeuge, die ohne Mängel beurteilt wurden.  Dabei sieht Herr Putz die Arbeit der Polizei mehr als eine bewusstseinsbildende Betreuung im Außendienst, die verkehrsdidaktisch dafür sorgen soll, das eine gute Ladungssicherung Zeit und Geld sparen kann – nämlich auf beiden Seiten! „Strafen wo es sein muss, aber auch mal Milde walten lassen, wenn es nur kleine Makel sind“, ein Polizist, dem die Nachhaltigkeit seiner Arbeit wichtig ist.

Verhältnismäßigkeit liegt im Ermessen des Beamten

Herr Putz beklagt, dass trotz Überarbeitung der Richtlinien, im Außendienst eigentlich alles gleich bleibt. So gibt es 2016 immer noch 22 % der kontrollierten Fahrzeuge, bei denen gefahr in Verzug festgestellt wurde. Obwohl er sich für eine Auslegung Zugunsten des Fahrers ausspricht, gibt es keine festen Vorgaben wie eine Kontrolle abläuft oder wie lange sie maximal dauern darf: das hängt vom jeweiligen Beamten ab. Aber Herr Putz beruhigt: auch die Polizisten müssen ihr Handeln rechtfertigen.

Der gesunde Menschenverstand zählt auch bei der Polizei!

„Die Schulungsgrundlagen für die Polizisten vor Ort müssen weiter ausgearbeitet werden“, sagt Herr Putz, vor allem gesicherte Zertifikate würden natürlich sehr helfen. Aber auch ein detailliertes Auge soll der Polizeibeamte im Einsatz erlernen, denn neben Handbuch und Unterlagen, gibt es noch keine vorgeschriebene Kontrollroutine. Vielmehr zählt auch hier der gesunde Menschenverstand: werden Mängel bei der ersten Begutachtung festgestellt, wird das jeweilige Fahrzeug einer genaueren Kontrolle unterzogen.

Den vollständigen Vortrag gibt es wie immer

Als Folienpräsentation zum Nachlesen:

Hubert Petz – Umsetzung der technischen Unterwegskontrolle in Österreich

Als Podcast fürs Auto:

Deutsche Version

Als Video für Unterwegs oder zu Hause:

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